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Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck 1888 e.V. |
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„Sonnborn“ ein kleiner geschichtlicher ÜberblickLars Heinen hält ehrenamtlich Führungen an der ev. Hauptkirche Das Dorf und der heutige Großstadtbezirk im Westen unserer Stadt kann wohl ohne Zweifel, als einer der ältesten Ortschaften und Kirchdörfer des bergischen Landes angesehen werden. Geschichtlich belegt ist eine Ansiedlung zwischen 500 bis 850 n. Chr. Es handelt sich hier um einen Hofesverband der nicht sehr groß war. 18 Hofesgüter der näheren und weiteren Umgebung mit dem Oberhof Lüntenbeck, werden als „Zehntpflichtig“ dem Gerresheimer Kanonissenstift genannt. Je dichter die Besiedlung im westlichen Teil unseres Tales wurde, desto präziser mussten die Ortsnamen formuliert werden. Im hohen Mittelalter löst der Siedlungsraumname Sonnborn, den Siedlungskernnamen Lüntenbeck ab. Schon
Da Sonnborn keine Stadtrechte verliehen wurden, verfügt es dementsprechend auch über kein Wappen. Auch wenn ein Solches, scheinbar von Lokalpatrioten selbstentworfenes Wappen hier in Form einer strahlenden Sonne, über einem sauber gemauerten Brunnen kursiert. Diese Ausführung als offizielles Dienstsiegel, führt allerdings nur die ev. Kirchengemeinde Sonnborn. Abwechselnd gehörte das Dorf zu Solingen, Haan und Elberfeld. Jahrhundertlang galt die kleine Ortschaft, als westlichster Vorposten von Elberfeld. Zwischen 1867 bis 1888 bildete Sonnborn mit Vohwinkel eine selbstständige Landbürgermeisterei. Vier eindrucksvolle Bauwerke dominierten bis zum Ende der sechziger Jahre den Ort. Da wäre einmal, dass imposante Viadukt der Bergisch- Märkischen Eisenbahnlinie erbaut 1839 und in den Folgejahren mehrfach verändert, dass Stadion eingeweiht 1924, die ev. Hauptkirche erbaut 1918 - 1926 und ihre beiden Vorgängerbauten, sowie die ca.1870 erbaute kath. St. Remigiuskirche. Als die Verkehrplanungsseuforie Ende der sechziger Jahre ihren Höhepunkt erreichte und man der autogerechten Stadt absoluten Vorrang vor allen übrigen städtebaulichen Erwägungen einräumte, besaß man nicht den geringsten Skrupel mitten in das bebaute Gelände Sonnborns, ein gewaltiges Autobahnkreuz zu setzen. Um diesem Mammutprojekt Platz zu schaffen, musste fast die Hälfte des Ortes gerodet werden. Wo sich heute die A46 mit den Schnellstraßen B224, L418 und L74 kreuzt, lag einst der westliche Teil Sonnborns. 65 größtenteils historische Gebäude und 576 Wohnungen wurden abgerissen und 550000m³ Erde bewegt. Zirka 2000 Einwohner mussten sich eine neue Bleibe suchen. Auch die im neugotischen Backsteinstil erbaute historische kath. Remigiuskirche an der Sonnborner Str. (früher Hauptstr) wurde 1973 gesprengt um Platz zu schaffen. Sie wurde an der Garterlaie, mit Gemeindebauten und Altenheim neuerrichtet. Namen die über Generationen zu Sonnborn gehörten wurden ausgelöscht. Da wären: Metzger Webers, Cafe Kürten oder Textil Meyer und auch Schwafert`s Saalbau musste weichen. Die Sonnborner Str. endet nun in einer Sackgasse. Der Lockvogel, dass Armenviertel Sonnborns ist verschwunden und die Straße am Thurn, nur noch ein Torso. Über Jahre hatte man gegen das Vorhaben des Autobahnkreuzes vergeblich gekämpft, nun ist das alte Sonnborn unwiederbringlich dahin. Aus heutiger Sicht wäre ein solches Vorhaben und Tun wohl nicht mehr möglich, ja undenkbar! Dem Engagement seiner Bürger und seiner Kaufleute ist es zu danken, dass Sonnborn diesen Eingriff in seine über Jahrhunderte gewachsene Struktur verkraftete. Mit zukunftsweisenden Ideen, Blumenbepflanzung und neuen Geschäften entlang der „alten Sonnborner Straße“ schaffte man es, dem gebeutelten Stadtteil ein neues Gesicht und Hoffnung zu geben.
Am 11.September 1968 ereignete sich in der Sonnborner Strasse ein Folgenschwerer Unfall .
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